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PSYCHOLOGY AND BEHAVIOR

1.
Marina Fromme
Stellenwertverständnis im Zahlenraum bis 100: Theoretische und empirische Analysen

Marina Fromme thematisiert mit dem Stellenwertverständnis ein zentrales, wenig erforschtes Konstrukt der Mathematikdidaktik, in dem sie zunächst auf der Basis theoretischer und empirischer Forschungsergebnisse ein theoretisches Modell konzipiert. Auf dieser Grundlage entwickelt die Autorin ein diagnostisches Instrumentarium, das sie an Kindern der 2. und 3. Jahrgangsstufe in Form von halbstandardisierten Interviews einsetzt. Stellenwertverständnis ist wichtig für die Entwicklung arithmetischer Kompetenzen und wird bei mangelhafter Ausprägung auch als ein Hauptsymptom für Rechenstörungen benannt. Es werden vielfältige nationale und internationale Untersuchungen rezitiert sowie typische Fehler, problematische Prozesse und Einflussfaktoren für Stellenwertverständnis erläutert. Zudem wird eine mögliche Entwicklung von Stellenwertverständnis für den deutschen Sprachraum beschrieben.

2.
Hans-Otto Karnath
Kognitive Neurowissenschaften

Das Lehrbuch präsentiert eine Betrachtung sämtlicher kognitiver Leistungen: von Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Orientierung über Sprache, Denken, Vorstellung, Gedächtnis, Handeln, Reaktion bis zu Motorik und Emotion. Dafür werden Beiträge aus den Bereichen Psychologie, Biologie und Medizin hinzugezogen. Merksätze und Zusammenfassungen erleichtern das Lernen, Fallbeispiele und Exkurse dienen der Vertiefung. Die 3. Auflage des Lehrbuchs (zuvor:„Neuropsychologie“) bietet viele neue Kapitel und eine begleitende Website mit Lern-Tools und Lehrmaterialien.

3.
Constanze Wilkes
Psychiatrische Unterbringungen und Zwangsbehandlungen: Eine empirische Untersuchung der Grenze zwischen Selbst- und Fremdbestimmung

Constanze Wilkes geht der Frage nach, unter welchen rechtlichen und diagnostischen Bedingungen das Selbstbestimmungsrecht psychisch kranker Erwachsener im allgemeinpsychiatrischen Kontext eingeschränkt wird und wie die Beteiligten in der Praxis damit umgehen. Hierfür werden die gesetzlichen Grundlagen von Zwangsbetreuungen, -einweisungen, -behandlungen und Fixierungen unter Rückbezug auf das Bürgerliche Gesetzbuch und das Psychisch-Kranken-Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen erörtert. Zudem wird eine qualitative Forschung vorgestellt, in der die subjektive Sicht von fünf Fachleuten, einer Betroffenen und einer Vertreterin der Antipsychiatriebewegung eruiert wurde.

4.
Boris Mackrodt
Team Play: Was Counter Strike-Spielern bei virtueller Teamarbeit gelingt und was nicht

Der Autor stellt in diesem essential für das als klassisch geltende Team-Computerspiel Counter Strike dar, welches die Grundlagen und Bedingungen einer erfolgreichen Online-Kooperation sind und inwieweit unter dem Stichwort Gamification ein Übertrag in die Arbeitswelt gelingen kann. Denn in jeder Sekunde kooperieren weltweit Millionen von Menschen online und bilden neue Gesellungsformen, um ein gemeinsames Spielziel zu erreichen. Online-Computerspiele können aus dieser Sicht als Benchmark für gelungene virtuelle Kooperation gesehen werden.

5.
Wolfgang Jütte und Markus Walber
Das Neue in der Hochschullehre: Lehrinnovationen aus der Perspektive der hochschulbezogenen Lehr-Lern-Forschung

Die Studie fragt nach den Anlässen, Gestaltungsformen und Wirkungen innovativer Lehre an Hochschulen. Über den Zugang einer erziehungswissenschaftlichen Lehr-Lern-Forschung nimmt sie die Perspektive von Lehrenden und Studierenden fächerübergreifend in den Blick und verschränkt sie in einem Mixed-Methods-Design. Interviews, netzwerkanalytische Zugänge und eine standardisierte Online-Befragung bilden eine umfassende Datengrundlage für die Untersuchung. Die Ergebnisse erweitern die Perspektive im Diskurs über die Qualität und Innovation der Lehre an Hochschulen.


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