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VARIOUS BOOKS

1.
Hyeonseo Lee, David John
Schwarze Magnolie: Wie ich aus Nordkorea entkam. Ein Bericht aus der Hölle

Ein langer Weg in die Freiheit – das erschütternde und berührende Schicksal einer jungen Nordkoreanerin

Hyeonseo Lee wurde in Nordkorea geboren, jenem Land, aus dem so gut wie keine Nachrichten nach außen dringen. Als Siebenjährige erlebt sie erstmals eine öffentliche Hinrichtung. Oft sieht sie im Grenzfluss zu China Leichen schwimmen, Menschen, deren Flucht in ein besseres Leben misslang. Zur Zeit der großen Hungersnot wird Hyeonseo Lee von ihrer Familie nach China geschickt – und beginnt zu ahnen, was Freiheit bedeutet. Dies ist ihre Geschichte.

Hyeonseo Lee wächst in Nordkorea auf. Das Wort des »großen Führers« Kim Il-sung ist unangefochtenes Gesetz, öffentliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Als Mitte der 1990er-Jahre eine Hungersnot ausbricht, wird Hyeonseo Lee als Teenager ganz allein nach China zu Verwandten geschickt. Dort lebt sie zehn Jahre lang als illegale Einwanderin, ständig in der Angst, von den chinesischen Behörden aufgegriffen und abgeschoben zu werden. Schließlich wagt sie den Schritt und gelangt unentdeckt nach Südkorea. Dort ist sie ganz auf sich allein gestellt, ohne Freunde, ohne Verwandte. Eines Tages erhält sie die Nachricht, dass ihre Familie aufs Land abgeschoben werden soll – wegen der schlechten Versorgungslage in Nordkorea ein fast sicheres Todesurteil. Hyeonseo Lee macht sich auf, ihre Mutter und ihren Bruder zu retten. Kann es gelingen, eine ganze Familie heimlich außer Landes zu bringen? Eine abenteuerliche Flucht beginnt.

2.
Heiko Werning, Volker Surmann
Ist das jetzt Satire oder was?: Beiträge zur humoristischen Lage der Nation

Nach dem Attentat auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo wurde auch hierzulande wieder viel über das Wesen und die Aufgabe von Satire diskutiert. Heiko Werning, taz-Autor und ständiger Mitarbeiter der Titanic, und Satyr-Verleger Volker Surmann haben für diesen Band meisterliche Satiren zur bundesdeutschen Gegenwart gesammelt sowie süffisante Beiträge über Satire und ihre Rezeption zusammengetragen. Die Lage ist kurios: Satire ist so populär wie nie zuvor, das Netz ist voll mit humoristischen Seiten, doch das Satireverständnis als solches scheint sogar abzunehmen. Die aggressiv bis verunsichert vorgebrachte Frage in den Online-Kommentarspalten fehlt nämlich unter kaum einem Beitrag: »Ist das jetzt Satire oder was?« Grund genug, ein satirisches Lesebuch herauszubringen und das Verhältnis der Deutschen zur Satire gründlich zu hinterfragen natürlich satirisch. Mit Beiträgen von: Leo Fischer, Tim Wolff, Fritz Eckenga, Ella Carina Werner, Sebastian Krämer, Hauck & Bauer, Christian Bartel, Anselm Neft, Margarete Stokowski, Katharina Greve, Elke Wittich, Moritz Neumeier, Stefan Gärtner, Gerhrad Henschel, Gerhard Henschel, Torsten Gaitzsch, Nils Heinrich, Ahne, u. v. a. m.

3.
Klaus-Rüdiger Mai
Gutenberg: Der Mann, der die Welt veränderte

Der Erfinder des Buchdrucks gilt als Jahrtausendfigur. Mit seinen bahnbrechenden Neuerungen läutete Johannes Gutenberg das Zeitalter der Moderne ein. Ohne ihn keine Reformation, keine Renaissance, keine Kirchenkritik, keine Bildung im modernen Sinn. Zu Recht vergleicht man die von ihm eingeleitete mediale Revolution mit der digitalen Zäsur unserer Tage. Aber der Pionier aus Mainz war nicht nur ein genialer Erfinder, sondern auch ein geschäftstüchtiger Medienunternehmer, der um die Bedeutung seiner Erfindung wusste und sie gewinnbringend zu vermarkten verstand. Diese Modernität Gutenbergs inmitten der revolutionären Umbruchzeit des 15. Jahrhunderts stellt der erfahrene Biograph Klaus-Rüdiger Mai in den Mittelpunkt seiner Schilderung. Glänzend versteht er es, Gutenberg und seine Zeit lebendig werden zu lassen und die überraschende Aktualität dieser Lebensgeschichte spürbar zu machen.

4.
Bob Brier
Der Mordfall Tutanchamun. Eine wahre Geschichte

Tutanchamun gehört zu den bekanntesten Pharaonen, obwohl er nicht einmal 20 Jahre alt wurde. Sein früher Tod gab der Wissenschaft schon seit der sensationellen Entdeckung seines Grabes 1922 Rätsel auf. War es Mord?
Wie ein Detektiv unserer Tage analysiert Bob Brier diesen Fall, der mehr als 3000 Jahre zurückliegt. Mit modernen forensischen Methoden analysiert er die Röntgenaufnahmen Tutanchamuns und vergleicht seine Ergebnisse mit den überlieferten Erkenntnissen der Wissenschaft. Und plötzlich sah er sich Fragen gegenüber, die so noch niemand gestellt hatte: Woher kommt die Kopfverletzung des Gottkönigs? Wieso starben so viele Mitglieder der königlichen Familie zur gleichen Zeit wie der Pharao? Wie ist es zu erklären, daß systematisch alle Erinnerungen an den jungen Pharao aus den Tempeln und Denkmälern getilgt wurden? Brier entfaltet das atemberaubende Bild einer Intrige am Hof, die zum Staatsstreich führte und schließlich zum äußersten, zum undenkbaren Verbrechen: der Ermordung des göttgleichen Pharao …

5.
Stefan Muller
Grammatiktheorie

Es werden verschiedene formale Grammatiktheorien vorgestellt, die in der gegenwartigen Theoriebildung eine Rolle spielen oder wesentliche Beitrage geleistet haben, die auch heute noch von Relevanz sind (Phrasenstrukturgrammatik, Transformationsgrammatik/Government & Binding, Generalized Phrase Structure Grammar, Lexical Functional Grammar, Kate-gorialgrammatik, Head-Driven Phrase Structure Grammar, Konstruktionsgrammatik, Tree Adjoining Grammar). Die Kernannahmen werden erlautert, und es wird gezeigt, wie man in der jeweiligen Theorie Argumente, Adjunkte, Aktiv/Passiv-Alternationen, lokale Umstellungen, die Verbstellung und die Voranstellungen von Wortgruppen uber gro?e Ent-fernungen erklart. Abschlie?end werden die verschiedenen Ansatze in Bezug auf ihre Annahmen zum Spracherwerb und auf ihre psycholinguistische Plausibilitat miteinander verglichen. Die Nativismushypothese, die davon ausgeht, dass Menschen uber angeborenes sprachspezifisches Wissen verfugen, wird kritisch beleuchtet und alternative Erklarungsansatze aufgezeigt. Kontrovers diskutierte Unterschiede in der Behandlung gewisser Phanomene (etwa ob man binar oder flach verzweigende Strukturen annehmen sollte, ob Konstruktionen uber Baumstrukturen oder uber Lexikoneintrage erfasst werden sollten, und die Frage, ob abstrakte, nichtsichtbare Einheiten eine Rolle in syntaktischen Analysen spielen sollten, werden besprochen, und es wird gezeigt, dass sich die verschiedenen Analysen mitunter ineinander umwandeln lassen. Das Buch schlie?t mit einem kurzen Abschnitt, in dem aufgezeigt wird, wie Eigenschaften, die allen Sprachen bzw. bestimmten Sprachklassen gemein sind, modelliert werden konnen.


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